Zu Besuch im phaeno: Recycling erlebbar machen

Das Projektteam von WERTIS-KI hatte die Gelegenheit, das phaeno in Wolfsburg zu besuchen und einen spannenden Einblick in die Ausstellung zu erhalten. Begleitet wurden wir dabei von Alexandra Schautz, Mitarbeiterin des phaeno, die uns in einer kurzen Führung ausgewählte Exponate und Themenbereiche nähergebracht hat. Besonders beeindruckend war für uns ein neuer Bereich mitsamt Labor, welches sich mit dem Thema Recycling und Kreislaufwirtschaft auseinandersetzt.
Im genannten Labor stehen unter anderem eine Spritzgussmaschine und ein Kunststoff-Schredder, die mithilfe von Fördermitteln aus dem Projekt finanziert wurden. Damit soll das Thema Mülltrennung, mit dem sich auch WERTIS-KI beschäftigt, veranschaulicht werden. Die Geräte spielen eine zentrale Rolle dabei, Besuchenden anschaulich zu vermitteln, wie aus einem sortenreinen, recyceltem Kunststoff neue Produkte entstehen können. Statt abstrakter Theorie wird hier von geschulten Mitarbeitenden aus dem Phaeno praktisch gezeigt, wie Recyclingprozesse funktionieren: Vom Kunststoffgranulat, das der Schredder aus Kunststoffabfällen erzeugt, hin zu Perlen, die die Spritzgussmaschine nach Erwärmen aus dem zerkleinerten Kunststoff formt. Gerade für Kinder, Jugendliche und Schulklassen bietet diese direkte Erfahrung einen hohen Lernzuwachs. Noch bis Mai 2026 kann das Labor an Wochenenden und in den Ferien besucht werden.
Ein weiterer Baustein der Vermittlungsarbeit im Recycling-Labor ist der Einsatz digitaler Medien. Zu sehen sind dort auch die Videos aus der Reihe „Müllmythen“. Diese greifen weitverbreitete Annahmen und Missverständnisse rund um Mülltrennung, Recyclingquoten und Entsorgungswege auf und ordnen sie verständlich ein. Während die Maschinen den technischen Prozess veranschaulichen, liefern die Videos den notwendigen Kontext: Was passiert tatsächlich mit unserem Müll? Was wird recycelt und was nicht? Und wo entsorge ich welche Dinge?
Wir bedanken uns für die Kooperation und freuen uns, dass das Recycling-Labor Wissensvermittlung, Technik und gesellschaftliche Verantwortung sinnvoll miteinander verbindet und Besucherinnen und Besucher dazu anregen kann, das eigene Verhalten zu hinterfragen und bewusster mit Ressourcen umzugehen.
